Pressemitteilung: Die Linke fordert: Elternbeitrag für Kinderbetreuung soll stabil gehalten werden
Im bayerischen Landtag soll nächste Woche eine Änderung des BayKiBiG (Bayerisches Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz) beschlossen werden. Mit dieser Änderung droht vielen Eltern eine Erhöhung der monatlichen Kinderbetreuungskosten von 100 €. Dem stellt sich die Linke entgegen.
Zum Hintergrund: Mit der Reform des bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes (BayKiBiG) würde die Pflicht zur Weitergabe der Förderung des Freistaats an die Eltern zur Beitragsentlastung aufgehoben. Die Staatsregierung gibt an, die Kinderbetreuung weiterhin mit den gleichen Beträgen zu fördern.
Joachim Hoppe, Stadtrat der Linken, hat deshalb angefragt, wie die Stadt Coburg plant auf die Streichung des Elternbeitragszuschusses zu reagieren. Der Linken-Stadtrat will wissen, ob die Mittel der Staatsregierung auch weiterhin zur Reduzierung des Elternbeitrags verwendet werden sollen.
Joachim Hoppe sagt dazu:
„Ich habe große Sorge, dass eine Erhöhung der Gebühren dazu führt, dass etliche Kinder in Zukunft zu Hause bleiben. Und zwar grade die, die zu Hause am wenigsten Spielzeug haben, in den kleinsten Wohnungen leben und die wenigsten Ausflüge unternehmen können – schlicht, weil die Kohle dafür fehlt.“
Art. 10 des BayKiBiG sagt klar: Kindertageseinrichtungen sollen dafür sorgen, dass Kinder beste Bildungs- und Entwicklungschancen erhalten. Kinder sind die wichtigste Investition in unsere Zukunft. Und es ist unsere Aufgabe als Stadtpolitik das sicher zu stellen. Den Eltern in Zukunft 100 € mehr abzuknöpfen, ist das genaue Gegenteil davon.
Dass es auch anders geht, zeigt zum Beispiel Thüringen: Dort sind bereits zwei Kindergarten-Jahre für die Eltern beitragsfrei.

