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DIE LINKE

Kreisverband Coburg


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Weiterbildung

Immer weniger Unternehmen bieten ihren Beschäftigten regelmäßige und gute Weiterbildung an. Gerade Geringqualifizierte haben schlechte Chancen: Ihnen bieten die Arbeitgeber nur selten betriebsinterne Weiterbildungen an und stellen sie selten für Weiterbildung von ihrem Job frei. Für Arbeitslose hat sich die Situation in den vergangenen Jahren dramatisch verschlechtert: Die Bundesagentur für Arbeit hat seit den Hartz-Gesetzen mehr als zwei Drittel der Weiterbildungsausgaben ersatzlos gestrichen. Bund, Länder und Kommunen haben in den letzten Jahren - etwa bei der Finanzierung der Volkshochschulen – erheblich gekürzt.

Die Vorstellung ist längst überholt, dass eine Berufsausbildung fürs Leben reicht. Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert und Weiterbildung gewinnt ständig an Bedeutung. Doch verschiedene Fördermaßnahmen von Bund und Ländern stehen unverbunden nebeneinander, wodurch viele durch das löchrige Netz fallen.

DIE LINKE macht sich dafür stark, dass sich nicht nur diejenigen weiterbilden können, die bereits ein hohes Bildungsniveau haben. Weiterbildung darf auch nicht vom Geldbeutel abhängen. Alle müssen die Möglichkeit haben, einen Bildungsabschluss nachzuholen, eine Fortbildung zu belegen oder sich beruflich neu zu orientieren. Bildung und Weiterbildung sind eine zentrale Grundlage für die Gestaltung des persönlichen Lebenswegs.

Der Markt hat in der Weiterbildung eindrucksvoll versagt. Gute und schlechte Angebote sind für den Einzelnen kaum zu unterscheiden. Die Kürzungen der vergangenen Jahre haben einen ruinösen Preiswettbewerb hervorgerufen. Die Lehrenden in der Weiterbildung arbeiten heute vielfach zu Dumping-Löhnen. Umfassende Weiterbildungen und innovative Konzepte gibt es oft nur für den dicken Geldbeutel.

DIE LINKE setzt sich dafür ein, Unternehmen für die Weiterbildung ihrer Beschäftigten in die Pflicht zu nehmen. Zur Finanzierung können Branchenfonds eingerichtet werden, in die die Betriebe je nach ihrer Leistungsfähigkeit einzahlen.

DIE LINKE fordert ein Bundesweiterbildungsgesetz, das Weiterbildung als öffentliche Aufgabe definiert und einen Rechtsanspruch sichert. Förderlücken müssen geschlossen werden und Weiterbildungsangebote überschaubarer werden. Für öffentliche Weiterbildung muss es endlich eine wirksame Qualitätssicherung geben.

DIE LINKE will die vielfältige Trägerstruktur erhalten und die Arbeitsbedingungen dort durch flächendeckenden Mindestlohn verbessern. Die Vergabepolitik der Bundesagentur für Arbeit muss statt Discounter-Preise wieder die Qualität der Weiterbildungsangebote in den Mittelpunkt stellen.