Kontakt zum Bürgerbüro


DIE LINKE

Kreisverband Coburg


Heiligkreuzstrasse 4

96450 Coburg

Telefon 09561 / 79 59 203
E-Mail kontakt@DieLinke-Coburg.de

Öffnungszeiten

Mo:  10.00 - 13.00 Uhr
Di:    10.00 - 13.00 Uhr
Mi:    15.00 - 18.00 Uhr
Do:   10.00 - 13.00 Uhr
Fr:    17.00 - 19.00 Uhr*

* nach Absprache

 

Solidarische Ökonomie

Eine andere Welt ist möglich. Das ist die Überzeugung der globalisierungskritischen Bewegung. Aber wie macht man das praktisch? Eine Antwort auf diese Frage geben Projekte der solidarischen Ökonomie. Beispiel Jühnde, ein Dorf im südöstlichen Niedersachsen mit 800 Einwohnern: Dort gibt es eine Energiegenossenschaft, die mittels Nahwärmenetz die angeschlossenen Haushalte mit Heizenergie versorgt.

Die Kundinnen und Kunden sind Mitglieder der Genossenschaft und bestimmen selbst über alle wichtigen wirtschaftlichen Belange. Zugleich ist Jühnde das erste Bioenergiedorf Deutschlands. Denn Wärme und Strom werden mit Holz und Biogas erzeugt. Die Energiefrage in eigener Regie lösen, besser, sauberer und dazu auch noch billiger – das war die Idee, die in Jühnde erfolgreich verwirklicht worden ist.

Beispiele dieser Art gibt es mittlerweile in vielen Orten - in Deutschland und weltweit. Allein in Nordhessen ermittelte eine Studie der Universität Kassel 142 alternative Betriebe, mit zusammen 19 000 Beschäftigten beziehungsweise Genossenschaftsmitgliedern. In Argentinien ist nach der wirtschaftlichen Talfahrt des Landes vor sechs Jahren eine regelrechte Bewegung der solidarischen Ökonomie entstanden. Auch Industriebetriebe wurden seitdem von den Belegschaften übernommen.

Bei aller Unterschiedlichkeit von Projekten der solidarischen Ökonomie, gibt es doch gemeinsame Merkmale. Dazu gehört vor allem die Selbstverwaltung, das heißt, der gemeinsame Besitz und der kollektive Entscheidungsprozess. Wichtig ist auch die Kooperation mit anderen Projekten. So werden häufig technische Ausrüstungen wechselseitig zur Verfügung gestellt oder Vertriebswege betriebsübergreifend organisiert. Schritt für Schritt entstehen solidarische Netzwerke einer sozial wie ökologisch sinnvollen Produktion, die das Gemeinwesen vor Ort bereichern.

DIE LINKE unterstützt die Gründung und Vernetzung von Projekten der solidarischen Ökonomie. Sie zeigen, wie Selbstverwaltung, Ökonomie und Ökologie ineinander greifen und funktionieren. Dass auf diese Weise auch Pionierleistungen und Innovationen möglich werden, demonstrieren Projekte der ökologischen Landwirtschaft oder kommunale Energie-Initiativen.

Die solidarische Ökonomie zu stärken, bedeutet nicht auf eine fortschrittliche Politik für die gesamte Gesellschaft zu verzichten. Im Gegenteil: Je mehr die Wirtschafts- und Sozialpolitik sich an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger orientiert, desto verlässlicher wird die Basis für alternative Projekte.