Kontakt zum Bürgerbüro


DIE LINKE

Kreisverband Coburg


Heiligkreuzstrasse 4

96450 Coburg

Telefon 09561 / 79 59 203
E-Mail kontakt@DieLinke-Coburg.de

Öffnungszeiten

Mo:  10.00 - 13.00 Uhr
Di:    10.00 - 13.00 Uhr
Mi:    15.00 - 18.00 Uhr
Do:   10.00 - 13.00 Uhr
Fr:    17.00 - 19.00 Uhr*

* nach Absprache

 

Einkommensteuer

Ist das deutsche Steuersystem gerecht? Nein, sagen 78 Prozent der Befragten laut einer Untersuchung des Allensbach-Instituts von März 2008. Dieses Ergebnis erstaunt nicht. Denn die Steuern für Besserverdienende und Unternehmen wurden in den vergangenen zehn Jahren massiv gesenkt, während Durchschnittsverdiener nur in bescheidenem Umfang entlastet wurden. Heute zahlt ein Einkommensmillionär jährlich über 100.00 Euro weniger Steuern als Ende der neunziger Jahre. Noch deutlicher ist die Körperschaftsteuer gefallen, die von Kapitalgesellschaften erhoben wird. Allein dadurch kam es von 2001 bis 2008 zu Steuerausfällen in einer Gesamtsumme von über 100 Milliarden Euro gegenüber dem Stand Ende der neunziger Jahre. Den Staat  finanzieren mittlerweile vor allem die abhängig Beschäftigten. Rund drei Viertel des Steueraufkommens werden durch die Lohn-, Umsatz- und Verbrauchssteuern aufgebracht.

DIE LINKE hält die Steuerpolitik der anderen Bundestagsparteien für falsch. Die heutige Umverteilung von unten nach oben muss beendet und umgekehrt werden. Im internationalen Vergleich sind insbesondere die auf Unternehmens- und Vermögenseinkommen erhobenen Steuern viel zu gering. Stattdessen setzt auch die Große Koalition die von SPD und Grünen begonnene Fehlentwicklung fort. So wurde die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent angehoben und gleichzeitig erneut der Steuersatz für Unternehmen gesenkt. Viel wichtiger wäre es, das steuerfreie Existenzminimum und das Kindergeld zu erhöhen.

DIE LINKE fordert eine sozial gerechte Reform der Einkommensteuer. Grundprinzip ist dabei die Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Das Steuerrecht ist einfach und transparent zu gestalten. Dazu gehören:

eine Änderung des Steuertarifs: den Grundfreibetrag auf 9.300 Euro erhöhen, so dass mehr als 12.000 Euro brutto im Jahr steuerfrei bleiben; Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden zum persönlichen Steuersatz versteuern statt mit einer Pauschalsteuer von 25%; den Spitzensteuersatz auf 53% anheben; die Steuerbelastung bis zum Spitzensteuersatz von 53% linear ansteigen lassen (Eintrittspunkt 65.000 Euro zu versteuerndes Einkommen).

eine Reform der Familienbesteuerung: Das sogenannte Ehegattensplitting, das Paare und Familien begünstigt, bei denen ein Partner sehr viel mehr verdient als der andere, soll zur Förderung tatsächlicher Betreuungs- und Pflegeleistungen  und des Zusammenlebens mit Kindern umgestaltet werden. 

eine neue Regelung der Pendlerpauschale: die Fahrtkosten unabhängig vom Verkehrsmittel anerkennen, auszahlen und mit dem Einkommen versteuern, damit niedrige Einkommen nicht länger benachteiligt werden;

ein Abbau von Steuervergünstigungen, die nur den Reichen nutzen: Dazu zählen unter anderem der Abzug von Ausgaben der privaten Lebensführung, die Verrechnung der Verluste aus Vermietung und Verpachtung, der Betriebsausgabenabzug von Managerabfindungen.

eine deutliche Erhöhung der Steuern auf Unternehmens- und Vermögenseinkommen: Wiedereinführung der Börsenumsatzsteuer und der Vermögensteuer als Millionärssteuer, höhere Erbschaftsteuer für größere Erbschaften, deutlich höhere Unternehmensteuer.