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DIE LINKE

Kreisverband Coburg


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Demographie

Die bundesdeutsche Gesellschaft altert und wird immer weiblicher: Die Lebenserwartung steigt an und die Geburtenraten bewegen sich auf einem niedrigen Niveau. Der Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung steigt mit zunehmender Alterung.

Regional sind dabei starke Unterschiede zu beobachten. Besonders in Ostdeutschland, aber auch in manchen westdeutschen Regionen sinkt seit Jahren die Bevölkerungszahl, zusätzlich verschärft durch die Abwanderung vor allem junger Arbeitskräfte in andere Bundesländer oder das Ausland.

Diese demografischen Veränderungen stellen Herausforderungen an die Gestaltung der Gesellschaft auf vielen Gebieten dar. Unter anderem werden:

  • dem Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren gut ausgebildete Fachkräfte in Größenordnungen fehlen, im Bereich personennahe Dienstleistungen neue Berufsbilder und Arbeitsplätze entstehen, weil der Bedarf qualitativ und quantitativ steigt,
  • die Produkte der Wirtschaft auf die Konsumgewohnheiten, Fähigkeiten und Fertigkeiten Älterer, vor allem von Frauen, abgestimmt werden müssen,
  • Gesundheitsleistungen und Pflege sich noch stärker auf die Bedürfnisse und Krankheiten immer älter werdender Menschen einstellen,
  • Neue Ideen für die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme gebraucht.

Der demographische Wandel ist keine unabwendbare Katastrophe, sondern ein politisch gestaltbarer Prozess. Die Gestaltungsspielräume hängen ganz entscheidend vom Produktivitätswachstum und der volkswirtschaftlichen Verteilung der Produktivitätsgewinne ab.

Die anderen Parteien benutzen die demografische Entwicklung vor allem als Scheinargument für Einschnitte in die sozialen Sicherungssysteme, für die Privatisierung der Daseinsvorsorge, die Erhöhung des Renteneintrittsalters und eine massive Kampagne gegen Kinderlose. Die sozialpolitischen Risiken der demographischen Entwicklung wollen sie durch private Vorsorge bewältigen. Das erzeugt aber neue Ungleichheiten und Unsicherheiten. In den letzten Jahren sind die eingezahlten Beiträge in private Rentenfonds häufig in risikoreiche, spekulative Anlagen investiert worden und heute für die Einzahlenden verloren.

DIE LINKE. ist der Überzeugung, dass die Folgen des demografischen  Wandels solidarisch bewältigt werden können. Dazu muss sich die Lebens- und Verteilungsweise der Gesellschaft grundsätzlich ändern. Damit alle Generationen gleichermaßen eine Perspektive haben, ist eine Neuverteilung des gesellschaftlichen Reichtums notwendig und möglich. Dabei ist nicht die Umverteilung zwischen Jungen und Alten, sondern zwischen Oben und Unten entscheidend.

DIE LINKE fordert eine Politik, die Frauen und Männern eine sichere Perspektive für ein Leben mit Kindern bietet. Dazu gehören der Ausbau einer bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung und die Gestaltung von familienfreundlichen Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen.

DIE LINKE fordert weiterhin eine Politik, die den älter Werdenden gute Renten und eine altersgerechte Gestaltung aller gesellschaftlichen Bereiche garantiert. Dazu gehören:

  • eine aktive Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik als zentralen Ansatzpunkt der Zukunftsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme,
  • eine altersgerechte Gestaltung der Arbeitswelt,
  • Investitionen in personennahe Dienstleistungen,
  • der qualitative und quantitative Ausbau der Pflege,
  • den Umbau der gesetzlichen Rentenversicherung zu einer solidarischen finanzierten Erwerbstätigenversicherung,
  • die Erweiterung sozialer und kultureller Dienstleistungen sowie eine Stadtgestaltung, die die Mobilität der Älteren unterstützt, ihnen den Zugang zu allen Angeboten gestattet, Familien und Jugendlichen Raum gibt und das Miteinander der Generationen ermöglicht,
  • eine Stärkung öffentlicher Dienste, die allen Generationen gerecht werden und allen Menschen ohne Einschränkung zugänglich sind.