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DIE LINKE

Kreisverband Coburg


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Öffnungszeiten

Mo:  10.00 - 13.00 Uhr
Di:    10.00 - 13.00 Uhr
Mi:    15.00 - 18.00 Uhr
Do:   10.00 - 13.00 Uhr
Fr:    17.00 - 19.00 Uhr*

* nach Absprache

 

Waldemar Georg Wechsler

Eintritt in KV: 09/2009

 

Seit 1955 auf dieser Welt, bewegter Lebenslauf, verheiratet (zum 2. Mal), 5 erwachsene Kinder (Patchwork), 3 Enkelkinder, 1 Katze, 1 Hund

Berufe:

  • Umweltschutztechniker
  • Berufspädagoge

 Berufung:

  • Heilpraktiker für Psychotherapie (HPG)
  • Coach

 Schwerpunkte meiner politischen Arbeit:

  • Gesundheit
  • Soziales + Hartz IV
  • Drogenpolitik

Zusammenschlüsse:

  • BAG Gesundheit & Soziales
  • LAG GESO Bayern
  • BAG Drogenpolitik
  • BAG / LAG Hartz IV

Mitgliedschaft in Verbänden:

  • Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaften (GEW)


Ich war bis 1997 bei Bündnis 90/die Grünen, u.a. als Sprecher des Kreisverbandes Erlangen Land in Höchstadt / Aisch aktiv. Da ich die Beschlüsse der Bundespartei nicht mehr mittragen konnte, habe ich die Partei 1999 verlassen.

Nun bin ich neben der freiberuflichen Tätigkeit als Psychotherapeutischer Heilpraktiker und Coach, bei der Optionskommune der Stadt Erlangen (Sozialamt) als Sozial- und Berufspädagoge tätig. Bis Oktober 2009 war ich als Fallmanager in genannter Optionskommune tätig. Dort habe ich im Umgang mit Hartz IV-Betroffenen lebensnah die Problematik bzw. die Unmenschlichkeit des Systems und der Gesellschaft sehr drastisch erfahren und miterlebt. Dies veranlasste mich in den betrieblichen Sozialdienst zu wechseln.

Soziales Engagement hin zur sozialen Gerechtigkeit in allen Lebensbereichen ist mir nicht nur beruflich sehr wichtig. Ob im Arbeitsleben, in der Sozial-, Bildungs-, Familien-, Gesundheits- und Umweltpolitik sehe ich dringenden Bedarf zur Veränderung.

So arbeite ich z.B. mit dem Erlanger Stadtrat Eckart Wangerin (Erlanger Linke) intensiv zur Verbesserung der Situation der Grundsicherungs- und ALG II-Empfänger in Erlangen zusammen. Auch profitiere ich bei meiner Tätigkeit als Personalrat von meinen Erfahrungen aus meiner politischen und gewerkschaftlichen Arbeit.

Ebenso war ich bis vor kurzem im Kreisverband Bamberg-Forchheim aktiv. Da dort eine zielführende politische Arbeit, aufgrund der personellen Konstellation und deren Prägung, nicht mehr möglich war / ist, habe ich die Aufnahme in den KV Coburg beantragt. Durch gemeinsame Aktionen und Treffen, u. a. im SOLIDAR-Haus in Ebermannstadt, habe ich sehr positive Erfahrungen machen dürfen. So z.B. dass effektive, zielführende inhaltliche politische Arbeit mit zeitnahen (auch kurzfristigen) Aktionen möglich ist. Dass Solidarität unter Genossinnen und Genossen noch etwas zählt.


Meine politischen Zielsetzungen

Schwerpunkt Drogenpolitik:

Als Betroffener habe ich weit reichende Erfahrungen mit der vorherrschenden schizophrenen Drogenpolitik gemacht. Deshalb unterstütze ich die Forderungen:

  • Eine "akzeptierende Drogenpolitik": Dies bedeutet die Entkriminalisierung „weicher“ illegaler Drogen. Wobei ich als weiche Drogen die bezeichne die kein oder nur ein geringes Abhängigkeitspotential entwickeln. Weiche und harte Drogen sollen getrennt werden und es soll verhindert werden, dass Drogenkonsumenten in den Schwarzmarkt einsteigen müssen, um an Cannabis zu kommen. Dies lässt sich am besten dadurch verhindern, indem man diese Droge legalisiert.
  • Objektive und differenzierte Aufklärung über Wirkungsweise von Rausch- und Genussmitteln und mögliche Folgen ihres Konsums, auch des weit verbreiteten Alkohol- und Medikamentenkonsums.
  • Einführung einer Unterrichtseinheit „Genuss- und Rauschmittelkunde“ an den Schulen als Teil einer glaubhaften Prävention durch objektive und differenzierte Aufklärung.
  • Die Regulierung des derzeitigen völlig »freien« Drogenmarktes durch eine Bundesratsinitiative oder ein Modellprojekt für Cannabis, welches den Besitz, Erwerb, Anbau und Handel unter Berücksichtigung des Jugendschutzes legalisiert.
  • Die Einrichtung von Drogenkonsumräumen mit hygienischen Bedingungen für Abhängige „harter“ Drogen und ihre Anbindung an Betreuungsangebote.
  • Mehr und bessere Projekte der Therapie- und Nachsorge; dazu gehören insbesondere Hilfe zur Selbsthilfe, Rechts- und Sozialberatung sowie Hilfe zur Reintegration in Beruf oder Ausbildung.
  • Flächendeckende Regelversorgung mit Diamorphin oder besser Heroin bei der Behandlung so genannter Schwerstabhängiger.
  • Ausreichende und bedarfsorientierte psychosoziale Begleitung und Betreuung von Rauschmittelabhängigen auf freiwilliger Behandlungsgrundlage.
  • Finanzierung von zielgruppenspezifischen Beratungs- und Betreuungsangeboten.
  • Nachvollziehbare THC-Grenzwerte auf wissenschaftlich gesicherter Grundlage für die Teilnahme am Straßenverkehr bei Cannabiskonsum, ähnlich der Promille-Regelung bei Alkohol, festlegen

Schwerpunkt Gesundheitspolitik:

  • Die Rücknahme aller vorgenommenen Privatisierungen von Leistungen wie alle einseitigen Belastungen der Versicherten.
  • Die Einführung der "Solidarischen Bürgerversicherung" unter Umsetzung des uneingeschränkten "Solidarprinzips".
  • Gegen eine Deregulierung im Gesundheitswesen. Die am Bedarf orientierte Krankenhausplanung bleibt in staatlicher Hand. Die Länder und Kommunen nehmen weiterhin ihre Verantwortung für die bedarfsgerechte, investive Ausstattung der Krankenhäuser wahr. Die duale Krankenhausfinanzierung ist zu erhalten.
  • Überwindung der ineffizienten, kostenintensiven Trennung von ambulanten und stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens.
  • Zulassung und Finanzierung
    - alternativer Heilmethoden, sowie
    - von HeilpraktikerINNEn.
  • Etablieren neuer Berufe, wie z. B. Gemeindeschwester, Arzt entlastende Assistenten, etc., im Interesse einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung.
  • Effiziente Nachwuchsgewinnung und Nachwuchsförderung für alle medizinischen Berufe.
  • Förderung der Forschung im Bereich der natürlichen Drogen/Naturheilmittel als nebenwirkungsfreie oder – arme Alternative zu chemischen Drogen/Medikamenten.
  • Uneingeschränkte Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln, am medizinischen Bedarf orientiert, auch von Bagatellmedikamenten und Naturheilmitteln.
  • Weiterentwicklung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit und die Umsetzung hoher Standards in der Qualität der Pflege und der Anerkennung der Leistungen des Pflegepersonals.

Schwerpunkt Soziales / Hartz IV:

  • Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns für alle Branchen.
  • Abschaffung von Leiharbeit.
  • Menschenwürdige Integration in Arbeit.
  • Mindestsicherung aller in schulischer, beruflicher und universitärer Ausbildung Befindlichen.
  • Vermeidung von Armut (Sanktionsfreies Grundeinkommen alle)
    - bei Beziehern von ALG I
    - bei Bezug von ALG II
    - bei Bezug von sonstigen Lohnersatzleistungen
    - im Krankheitsfall (Krankengeld)

  • bei Erwerbsminderung im Alter: garantierte bedarfsorientierte Grundrente für alle innerhalb der Gesetzlichen Rentenversicherung.

Meine Ziele vermag ich am einfachsten durch Zitate einer Journalistin aus den 60er Jahren zu vermitteln:

„Unser Ziel ist eine Gesellschaft, die auf Solidarität aufbaut und auf sozialer Gerechtigkeit, in der es keine Ausbeutung und keine Herrschaft von Menschen über Menschen mehr gibt, eine Gesellschaft, in der wir basisdemokratisch entscheiden, wie wir leben und arbeiten wollen. Das ist ein tollkühner Plan. Und wir müssen alles selbst machen. Die Mittel, durch die wir dieses Ziel erreichen könnten, werden manche eine soziale Revolution nennen. Einverstanden.“

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen effizienten politischen Kampf, für Solidarität, Freiheit und Gerechtigkeit!

Mit solidarischen Grüßen

Waldemar Georg Wechsler