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15. November 2011

Von wegen: "Konkurrenz täte gut" (Walter Koppe)

(Anm. d. Red.: der Leserbrief bezieht sich auf die unten angefügten Zeitungsartikel)

Die im SZ-Bericht genannte Bayrische Oberlandbahn (BOB) ist eine Tochter des Veola-Konzerns, welches zuletzt wegen Privatisierungen beim Trinkwasser inkl. der Ver- und Entsorgung Schlagzeilen machte. Der Film "Water makes Money" zeigte anschaulich, wie aufgrund kurzfristigen Renditestrebens die Wartung von Leitungen der Ver- und Entsorgung oft solange hinausgezögert wurde, bis riesige Wassermassen in den Untergrund sickerten, und die Kommunen letztendlich für ein Vielfaches der Kosten aufkommen mussten.

Aufgrund u.a. solcher negativer Erfahrungen kippt der Trend vom Privatisieren inzwischen wieder in Richtung rekommunalisieren, konkret was Veolia betrifft, geschah das erst vor wenigen Monaten mit Hilfe eines Bürgerbegehrens in Berlin.

Aber auch in anderen Bereichen, etwa beim Rekommunalisierung von Stadtwerken (siehe e.on), bei Krankenhäusern, oder auch beim privatisieren der Bahn gilt, dass kurzfristige Kostenvorteile zu oft von der Allgemeinheit teuer erkauft werden müssen. Vor wenigen Monaten erst führten die Billiglöhne der BOB zu Streiks, und da aufgrund des Lohndumpings die Binnennachfrage beim Handel der Region zurückgeht, sinken die Einnahmen der Gewerbesteuer in den Kommunen.

Doch auch die Sicherheit beim Streckennetz leidet. Bereits heute werden Gleisreperaturen vermehrt von ungelernten Billiglohnarbeitern privater Leiharbeitsfirmen durchgeführt, während beim ausgebildeten Fachpersonal eingespart wird.

Immer mehr Menschen erkennen, dass durch den Trend zum steten Privatisieren die Gewinne längerfristig auf Kosten der Allgemeinheit geht, und sie erkennen, dass neoliberale Hausmittelchen wie "Konkurrenzdruck" deshalb auch kein Allheilmittel sein kann; weder wirtschafts-, und erst recht nicht gesundheitspolitisch.

Walter Koppe

 


Zeitungsartikel als GIF-Datei herunterladen:

Artikel 1 aus Süddeutsche Zeitung (~ 260 KB)

Artikel 2 aus Süddeutsche Zeitung (~ 350 KB)