Hinweis zu Leserbriefen

 

Alle veröffentlichten Leserbriefe und Kommentare geben die Meinung des jeweiligen Autors wieder und sind keine Stellungnahme oder Positionierung des Kreisverbandes Coburg.

Die eventuell in den Leserbriefen genannten Fakten oder Bezüge zu anderen Quellen werden von unserer Redaktion nicht geprüft.

 

 

Kontakt zum Bürgerbüro


DIE LINKE

Kreisverband Coburg


Heiligkreuzstrasse 35 /
Ecke Hintere Kreuzgasse
96450 Coburg

Telefon 09561 / 79 59 203
E-Mail kontakt@DieLinke-Coburg.de

Öffnungszeiten

Mo - Fr: 10.00 - 13.00 und 15.00 - 18.00 Uhr
Do:        10.00 - 13.00 und 17.00 - 20.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung.

 
21. Januar 2011

Keine klare Linie zur Gebietsreform (Rainer Juhrsch)

Leserbrief zum Entscheid der Gemeinde Straufhain mit Gleichamberg zusammenzugehen.

Keine klare Linie zur Gebietsreform

Die Formen der Gebietsreform im Landkreis Hildburghausen scheinen seltsame Wege zu gehen, wie am Beispiel des gewollten Zusammengehens der Gemeinden Straufhain und Gleichamberg deutlich wird. Da der Thüringer Landtag im Dezember 2010 wieder kein klares Konzept für die Gebietsreform beschlossen hat, braucht man sich nicht zu wundern, wenn jetzt solche Blüten aufgehen. Die jetzige Koalition von CDU und SPD setzt die Politik der vorhergehenden Althausregierung, nämlich nichts zu entscheiden, fort. Dies könnte tödlich für die weitere Entwicklung im Landkreis werden, wenn andere kleine Kommunen diese kleinkarierte Politik nachmachen. Ich kann nur hoffen, dass wenigstens der Landtag solche geplanten Zusammenschlüsse nicht genehmigt. Da gibt es seit geraumer Zeit eine Regionalplanung, welche die Städte, welche Grund -bzw. Mittelzentren sind, in das Zentrum der Entwicklung setzt. Am Beispiel von Hildburghausen wird dies ja auch deutlich. Diese Kreisstadt hält mittlerweile viele freiwillige Leistungen, wie Schwimmhalle oder Stadttheater, bereit, welche von vielen Bürgern des Kreises gern genutzt werden. So müßte doch diese Stadt bei einer Gebietsreform gestärkt werden, was übrigens viel früher von den damals Verantwortlichen erkannt wurde. Denn bis zum 2.Weltkrieg reichte der Amtsbezirk Hildburghausen u.a. über viele Jahre bis nach Streufdorf. Wir wissen alle, dass Thüringen täglich ca. 50 Menschen verliert. Dieser Prozeß ist seit Jahren, wenn auch abgeschwächt, im Landkreis zu beobachten. Nun will man in Straufhain/ Gleichamberg eine Gemeinde mit ca. 5700 Einwohnern gründen. Wir schwächen damit die Grundzentren Römhild, Bad Colberg-Heldburg und das Mittelzentrum Hildburghausen. Das kann doch bei normalem Menschenverstand politisch nicht gewollt sein! Hierbei geht es nicht um Personen, wie Harzer oder Gärtner, sondern darum, wie wir im Interesse unserer Menschen die Zukunft für 20-30 Jahre gestalten. Ich hoffe deshalb auf eine kluge Entscheidung im Landtag und auf eine klare und schnelle territoriale Vorgabe des Landes zur Gebietsreform.

Mit freundlichen Grüßen,

Rainer Juhrsch
Gemeinderat - Straufhain
DIE LINKE. Kreisverband Hildburghausen