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17. Januar 2011

Gretchenfrage zur Gesellschaftsordnung (Walter Knauer)

Zum Kommentar von Thomas Hanel (NP vom 11.Januar).

Das Gesine Lötsch, die Linkenvorsitzende, bei ihrer Intelligenz und auch ihrem politischen Scharfsinn ein Referat zum Thema "Wege zum Kommunismus" zum Besten gegeben hat, spricht nicht für ihre sonstigen Qualitäten. Das Journalisten wie Thomas hanel damit ein gefundenes Fressen serviert bekamen, ist logisch. Warum aber hat er bei seiner Auflistung heutiger kommunistischer Staaten wie Kuba, Weißrussland und Nordkorea China unterschlagen, den größten Staat der Welt, der in wenigen Jahren der wirtschaftlich Mächtigste sein wird?

In Anlehnung an Goethes "Faust" frage ich den Kommentator, "wie hält er es denn in China mit der Freiheit für Schriftsteller, Journalisten, Wissenschaftler oder auch mit der Freiheit für die Tibeter?" Dieser Gretchenfrage gehen auch wir aus dem Wege. Ist menschliches Miteinander denn nur noch Wirtschaftspolitik, Gewinnmaximierung, Ausbeutung, nicht nur der Menschen, auch der natur?

Wenn Frau Lötsch das auch gemeint haben sollte, ist jede Frage zu einer zukünftigen Gesellschaftsordnung berechtigt. Das sie zu der Erkenntnis kommt, dass das Ziel der Linken der demokratische Sozialismus bleiben werde, ist respektabel. Dieses Ziel steht übrigens auch im Godesberger Programm der SPD von 1959. Nachdem die SPD eine staatstragende Partei ist - ich gehöre ihr seit 45 Jahren an -, geht Herr hanel dieser Frage aus dem Weg. Stattdessen kredenzt er uns ein Antikommunismusgerede im Stile der 60er- Jahre, das mich sehr an die Konservativen erinnert, die die von Willy Brandt eingeleitete Ostpolitik bis aufs messer bekämpften. Diese Politik führte schließlich zum Verfall des Kommunismus in Europa.

Walter Knauer, Neustadt

aus Wikipedia:

"Walter Knauer (* 21. Juni 1937 in Thann) ist ein ehemaliger bayerischer Landespolitiker (SPD). Von 1986 bis 1998 war er Mitglied des Bayerischen Landtags.

Als ehrenamtlicher Funktionär der Arbeiterwohlfahrt wirkte er 1989 und 1990 maßgeblich beim Wiederaufbau der Arbeiterwohlfahrt in Thüringen mit und gründete gemeinsam mit Dr. Renate Greiner und Edmund Fröhlich am 18. Februar 1990 in Sonneberg die AWO in der DDR - 57 Jahre nach ihrem Verbot durch die Nationalsozialisten.

Anfang Februar 2009 spielte Knauer öffentlich mit dem Gedanken, für die Partei Die Linke als Direktkandidat im Kreis Coburg-Kronach anzutreten. Er entschied sich dagegen, nachdem Uwe Hiksch zum Direktkandidaten gewählt wurde."