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21. Dezember 2010

DIE LINKE goes FDP (Wolfgang Meffert)

Omnibusse stören nur?

Diesen Artikel mit selbiger Überschrift aus einer Coburger Zeitung bekam ich kürzlich zu Gesicht.
Ohne Fragezeichen, das habe ich hinzugefügt.

Aufmerksam wurde ich der Autoren wegen. Sabine Renner und Detlef Maar. Letzterer einmal stellv. Vorsitzender des Vorstandes im Kreisverband Coburg der LINKEN. Er schmiss seine Funktion, in die er gewählt worden war, hin.

Das ist bereits eine Weile her. Die Begründung kann keiner so richtig nachvollziehen. Ich habe dazu eine Version, die kaum schmeichelhaft sein dürfte. Aber das ist meine persönliche Meinung.

Detlef Maar gehörte dann zu den 3 (in Worten drei) Renegaten, die einen vom Kreisverband der LINKEN unabhängigen Stadtverband Coburg zu gründen gedachten. Es ging in die Hose, wie man  weiß. Weder die Mehrzahl der Coburger Genossen, noch der Landesvorstand und schon gar nicht der Bundesvorstand unserer Partei haben das Konstrukt gebilligt. Das jedoch ist nicht Gegenstand meiner Bemerkungen zum Zeitungsartikel von Detlef Maar und Sabine Renner, sondern zur Person des Schreibers. Gegenstand  ist, dass durch die geplante Haltestelle am Albertsplatz (dort wird z.Z. noch gebaut) ein größerer Omnibusverkehr die Häuser erzittern ließe und vor allem eine Belebung der "Ketschenvorstadt'' verhindern würde, insbesondere, weil keine Außengastronomie möglich wäre.

Maar und Renner schließen sich in ihrer Meinung ausdrücklich dem Standpunkt eines FDP-Stadtrates an. Na, da werde ich doch stutzig. Die FDP vertritt vor allem die Interessen der Besitzenden, ganz gewiss nicht die der kleinen Leute.

Also habe ich mir als Ur-Coburger mehrmals die im Artikel angegebene Örtlichkeit angesehen und Leute befragt. Der Straßentrakt gehört in seiner gesamten Länge der Innenstadt an, der City, wie man neudeutsch sagt. In der Ketschengasse gibt es faktisch zwei Stellen für eine mögliche Außengastronomie. Eine befindet sich in der Nähe des Ketschentores auf der Brunnenseite, wenn man den die paar PKW-Parkplätze beseitigt. die andere könnte der Albert platz sein. Aber da müssten Speisen und Getränke über die Straße getragen werden, also auch keine wünschenswerte Lösung.

Damit die Forderung der Beiden und wahrscheinlich von Lokal- und Kaffeehausbetreibern deutlich wird: Außengastronomie macht sich vor allem auf den Bürgersteigen breit. Wer die in der Ketschengasse kennt,weiß, dass sie sehr wenig platz zulassen. Der Verweis auf die Lösung in der Nähe des Theaters blanker Unsinn.  Da eignet sich der Steinweg wesentlich besser für das Anliegen des FDP-Stadtrates und seiner Nachplappler. Dort ist Platz und die Straße ist Fußgängerzone, also kaum Verkehr, Omnibusse fahren schon gar nicht. Und, strömen die Besucher? Ich habe nicht den Eindruck.

Um nun auf die Omnibusse auf der unteren Ketschengasse zurückzukommen: Die stören weniger als LKW und individueller Personenverkehr. Man könnte sich viel mehr Sorgen um die BUS-Fahrer machen, die ihr Gefährt durch die engen Kurven lenken müssen. Bei der Frage der Belebung möchte ich ein Gegenargument bemühen. An der BUS-Haltestelle halten dann ja nicht nur die Omnibusse der örtlichen Verkehrseinrichtungen, sondern auch solche der von Reisegesellschaften. Da beleben aber weit mehr Menschen die untere Ketschengasse als eine nicht realisierbare Außengastronomie.

Wolfgang Meffert

Presseartikel Coburger Tageblatt